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Papa, wann sind wir endlich in den Dünen?
Teil
5 von 5 - Drâatal & Königsstadt Rabat
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| Die ins Campinggelände integrierte
Kasbah (Familienburg) wird auch heute noch teilweise von
den Platzbesitzern bewohnt. Wir nutzen die Chance zu einer
Führung durch das eindrucksvolle Gemäuer. |
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Die Instandhaltung der bewohnten Kasbah-Teile
erfolgt mit klassischen Materialien (Lehm und Stroh) in aufwendiger
Arbeit.
Der nicht unterhaltene unbewohnte Teil ist
unausweichlich dem Verfall preisgegeben. |
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| Eindrücke aus dem Leben
in Agdz. Linkes Bild: Unter Trommelschlagen versammelt sich
die Dorfgemeinschaft zu einem religiösen Umzug. |
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Für den Rückweg durch den Hohen Atlas
wählen wir die Passroute über den Tizi-n-Tichka, die uns
auf eine Höhe von über 2.200 Metern hinaufführt. Wie erwartet
sind wir auf den obersten zweihundert Höhenmetern mit Schneematsch
auf der Fahrbahn konfrontiert. Dichte Wolken sorgen zudem
für reichlich schlechte Sichtverhältnisse. |
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Vor uns ein Lastwagen, der zuoberst Schafe
geladen hat. Trotz schlechter Bedingungen und unzähliger
Kurven legt er ein flottes Tempo an den Tag. Und plötzlich
- wir möchten unseren Augen kaum trauen - steht da ein winzig
kleines Schäfchen auf zittrigen Beinen auf der Strasse. Es
muss in der letzten Kurve von der Ladefläche gefallen sein.
LKW-Fahrer und Beifahrer haben nichts bemerkt. Ich gebe Hupzeichen.
Keine Reaktion. Ich schliesse näher auf und hupe wieder und
wieder. Und tatsächlich - der LKW hält an, |
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und als der Fahrer erfährt, weshalb wir
hinter ihm hergehupt haben, macht er sich auf die Suche
nach dem verlorenen Passagier.
Für uns beginnt in zahlreichen Serpentinen
der Abstieg aus Wolken und Schnee.
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Neben dem Grün des Frühlings beherrscht
die rote Farbe des lehmigen Bodens das Bild der schönen
Berglandschaft auf unserem Weg nach Marrakech. |
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| Noch farbenprächtiger wird
die Kulisse etwas weiter nördlich: |
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Tapetenwechsel: Wir tauchen nochmals
ein in das quirlige Leben der marokkanischen Medinas (Altstädte).
Foto: Blick auf die Altstadt von Salé. |
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| Gegensätze: |
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| Gepflegtes Altertum wird uns in Form
der Koranschule (Medersa) von Salé präsentiert. |
Zerbröckelndes Altertum begegnet uns
in den Gässchen der Altstadt. |
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Voneinander getrennt werden die Städte
Salé und Rabat (=Neu-Salé) durch den Fluss Bou Regreg.
Foto: Mündung des Bou Regreg in den Atlantik.
Im Hintergrund die Medina von Rabat. |
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Die einfachste Variante,
um von Salé in die Medina der Stadt Rabat zu gelangen: Sich
von einem der kleinen, sehr preisgünstigen Taxiboote über
den Fluss bringen lassen. |
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Rabats Wahrzeichen: der Hassanturm.
Hier sollte die grösste islamische Moschee
entstehen, der Turm sollte 80 Meter hoch werden. Der Auftraggeber
des Baus Yaqub al Mansur starb jedoch noch während der Bauarbeiten,
und das Projekt wurde nie vollendet. Der Turm erreichte eine
Höhe von 44 Metern. |
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Kein surrealistisches Kunstwerk von Salvador
Dali. Nein, die Säulen sind die Reste der Moscheebauten,
die 1755 von einem Erdbeben weitgehend zerstört wurden. |
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Aus dem 20. Jahrhundert hingegen stammt
das Mausoleum Mohammed V.
Die prunkvolle Grabanlage für den
Grossvater des heutigen Königs wurde zwischen 1961 und 1967
erbaut. Auch der Vater des jetzigen Königs liegt hier begraben. |
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Die schön herausgeputzten Wachen am Mausoleum
fordern Touristen sogar zum Fotografieren auf - seltenes
Erlebnis in einem islamischen Land. |
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Zum letzten Mal auf dieser Reise geniessen
wir
den Charme der orientalischen Märkte. Im Souk von Rabat erstehen
wir diverse Andenken und Mitbringsel.
Sie werden uns zu Hause
fehlen - die leuchtenden Stoffe und exotischen Düfte. |
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Im Norden Marokkos herrschen ganz offensichtlich
dieselben Transport-Gepflogenheiten wie im
Süden des Landes
oder im Nachbarstaat Mauretanien. |
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Ausflug zum Cap Spartel.
Hier fliessen
die Wasser aus Mittelmeer und Atlantik zusammen.
Das Gelände
unterhalb des Leuchtturms und um diesen herum ist leider
militärisches Sperrgebiet. |
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... und das nicht erst seit heute, wie
diese alte Tafel beweist. |
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Bei schönstem Wetter starten wir vom
Hafen Tanger in Richtung Heimat (wo uns der Winter zurückerwartet).
Regina wird die Überfahrt leider nur sehr bedingt geniessen
können, denn sie hat offensichtlich noch an einem der letzten
Tage irgendwo ein übles Virus aufgelesen, das nun Magen und
Darm martert. Kein schönes Souvenir! |
Sehr gut getan haben dagegen
die afrikanische Sonne und die nicht alltäglichen Erlebnisse
unserem jüngsten "Familienmitglied", das die Reise
in meinem Bauch miterlebt hat. Das Kleine ist in den fünfeinhalb
Wochen, die wir in Marokko und Mauretanien unterwegs waren,
prächtig
gediehen.
Wir hoffen natürlich, dass es
uns gelingen wird, unsere Freude am Reisen in fremden Ländern
und Kulturen auch an diesen neuen kleinen Menschen weiterzugeben.
Vielleicht liegt die Lust am Entdecken und Erkunden schon
ein wenig in den Genen? Oder wer weiss - vielleicht konnten
wir ja auch bereits mit dieser ersten Reise ein positives Zeichen
setzen?
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