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Senegal
Stand:
Oktober 2004

Eindrückliches
Mahnmal für Menschlichkeit: Sklavenhaus auf der Insel Gorée mit
dem aufs Meer hinausführenden "Tor ohne Wiederkehr".

Allgemeines / Sicherheit
Einreisebestimmungen
Grenzposten
für Einreise vom Norden

Allgemeines / Sicherheit
Das Land Senegal galt einst als
"Perle Westafrikas". Leider ist heute eine zunehmende
Kriminalitätsrate zu verzeichnen - vor allem im Grossraum um die riesige
Hauptstadt Dakar, einer der modernsten Grossstädte Schwarzafrikas.
Auch auf der Strandpiste von St. Louis
nach Dakar soll gemäss Warnungen des deutschen Auswärtigen Amtes
ein erhöhtes Überfallrisiko bestehen.
In den vergangenen Jahren kam es
aufgrund der Autonomie- bestrebungen der Region Casamance in diesem
südlichen Landesteil zu Unruhen, und es wurde vor Reisen in dieses
Gebiet gewarnt. Die Lage scheint sich in jüngster Zeit beruhigt zu
haben.
Zum Besseren entwickelt haben sich
ebenfalls die Beziehungen zum Nachbarstaat Mauretanien. Frühere
Spannungen konnten beigelegt werden.
Auch die im Norden des Senegal
gelegene Stadt St. Louis präsentiert sich moderner als die meisten
anderen Städte Schwarzafrikas: Man kann mit der Visa-Card am
Bankautomaten Geld abheben (Pin-Code erforderlich. Achtung wegen
Überfall- gefahr!); es gibt gepflegte Hotels und Campingplätze;
das Angebot an Lebensmitteln (u.a. an grösseren Tankstellen)
entspricht fast europäischem Standard.

Einreisebestimmungen
Wer
mit einem Fahrzeug, das älter als 5 Jahre ist, in den Staat Senegal
einreisen möchte, benötigt das Zolldokument "Carnet de
Passage" (erhältlich bei Automobil-Clubs gegen Hinterlegung einer Kaution).
Der
Grund für diese Reisebeschränkung liegt auf der Hand: Dakar
ist einer der bedeutendsten Seehäfen Schwarzafrikas, der von Europa
unter anderem für die "Entsorgung" von Gebrauchtwagen
genutzt wurde. Zigtausende Automobile älteren Jahrgangs lagerten
Ende 2003 auf dem Hafengelände Dakars. Mit der Massnahme,
Fahrzeugen, die älter als 5 Jahre sind, die Einfuhr zu verweigern,
soll diese Entwicklung gestoppt werden.
Seit
August 04 gab es immer wieder sporadische Infos über eine Aufhebung
der Carnetpflicht für Senegal. Leider wurden diese Infos jeweils
umgehend von Reisenden dementiert, die nicht ohne Carnet einreisen
konnten. Ende Oktober 04 scheint die Situation so auszusehen, dass
das Carnet de Passage nach wie vor Pflicht ist, die Beamten jedoch
hin und wieder Ausnahmen machen - je nach Tageslaune und Sympathie
für Reisende/n und Fahrzeug.
Deutsche
Staatsbürger benötigen für die Einreise in den Staat Senegal kein
Visum. Schweizer Bürger hingegen sind visapflichtig (Konsulat in
Bern). Eine gute Möglichkeit, sich das Visum unterwegs zu
beschaffen, bietet sich beim senegalesischen Konsulat in
Mauretaniens Hauptstadt Nouakchott.

Einreise vom Norden
Wer von Mauretanien
kommend in den Staat Senegal einreisen möchte, muss den
gleichnamigen Fluss überqueren. Die kürzeste Route führt über
Rosso, wo mit einer Fähre übergesetzt wird. Der Grenzposten von
Rosso ist allerdings nur dickhäutigen Reisenden zu empfehlen, die
Erfahrung mit afrikanischen Gepflogenheiten haben; denn Rosso ist
bekannt für aufdringliche und leider oft betrügerische Schlepper
und Mitarbeiter des Fährbetriebs.
Eine Alternative zur
Fähre von Rosso ist der Grenzposten von Diama, wo der Senegal auf
einem Damm überquert werden kann. Die Piste (etwas mehr als 100
km), die von Rosso nach Diama führt, kann nach Regenfällen etwas
beschwerlich sein, ist aber ansonsten in der Regel in akzeptablem
Zustand.
Was die
Einsatzbereitschaft der weiter östlich gelegenen Fähren über den
Senegal betrifft, haben wir leider keine persönlichen Erfahrungswerte.
Aus Berichten anderer Reisender ist jedoch zu
entnehmen, dass keine der in der Michelinkarte verzeichneten Fähren
funktioniert.


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