Länderinfos
Bildergalerie

Niger

Stand: Februar 2004






Visum / Grenzen

Sicherheitslage

Parc W

Visum / Grenzen

Der Staat Niger ist nicht in allen westafrikanischen Ländern konsularisch vertreten. In folgenden Städten gibt es unseres Wissens derzeit Niger-Konsulate, die Visa ausstellen: Tamanrasset (Algerien), Cotonou (Benin), Abidjan (Elfenbeinküste), Dakar (Senegal). 

Wer beispielsweise von Mali kommend in den Staat Niger weiterreisen möchte, sollte sich das benötigte Visum am besten bereits zu Hause beschaffen. 

Wer von Niger in eines der Nachbarländer weiterreisen möchte, hat gute Chancen, in Niamey das benötigte Visum zu erhalten. U.a. sind der Tschad, Mali und Nigeria mit Botschaften vertreten. 

In Agadez gibt es ein algerisches Konsulat, bei dem Visa beantragt werden können. Erfahrungsgemäss ist jedoch nicht in jedem Fall gewährleistet, dass man das gewünschte Visum tatsächlich erhält. Ausserdem sind lange Wartezeiten einzukalkulieren (teilweise über eine Woche).

Die Grenzen zu den Nachbarländern sind offen. Die Ausreise nach Libyen scheitert allerdings für europäische Touristen an den libyschen Behörden. Diese erlauben die Einreise nur afrikanischen Staatsbürgern. In Gegenrichtung (von Libyen nach Niger) ist der Grenzübertritt problemlos möglich (beachten Sie hierzu jedoch bitte den nachfolgenden Punkt "Sicherheitslage").

Sicherheitslage

Besser bzw. konsequenter als die Reise- und Sicherheitshinweise des Deutschen Auswärtigen Amtes erscheinen uns jene des Schweizer EDA (Eidgenössisches Departement für Auswärtige Angelegenheiten). In Kürze die wichtigsten Punkte:

- Von Reisen ins Aïr-Massif und ins gesamte Grenzgebiet
   nordwestlich davon (Dreieck Niger-Mali-Algerien) wird abgeraten 
   (EDA). 

- In den deutschen Sicherheitshinweisen wird "Risikominderung" 
   durch Inanspruchnahme der Dienste von erfahrenen örtlichen
   Reiseveranstaltern empfohlen. Es gebe "aktuelle Hinweise, dass
   Entführungen von Bürgern westlicher Staaten geplant sein
   könnten".

- Trotz Friedensabkommen mit den Tubu- und Tuareg Rebellen (Juni
   2000) keine stabile Lage im Norden des Landes.

- Diebstähle und Raubüberfälle sind relativ häufig. Besonders
   nördlich der Linie Tahoua-Dakoro und im östlichen Grenzgebiet ist
   es wiederholt zu Überfällen gekommen.

- Ausserdem besteht im Djado-Gebirge die Gefahr von Landminen.

- Für folgende Strecken ist eine Genehmigung des Tourismus-
   ministeriums erforderlich: 
   Djanet (Algerien) - Chirfa (Niger)
   Iferouâne (Algerien) - In Azaoua (Niger)
   Salvador (Libyen) - Dirkou (Niger)

- Reisende berichteten am 24./25.02.04 aus Agadez, dass im
   Aïr-Gebirge (zwischen Iférouane und Temet) französische
   Touristen von ca. 50 bewaffneten Männern angegriffen worden
   sein sollen. Es soll sich um die GSPC handeln. Nigerische
   Armeeeinheiten seien in das betreffende Gebiet entsandt
   worden. Die französischen Behörden im Niger bäten darum,
   das Gebiet zu meiden. Auch lokale Reiseagenturen dürften im
   Moment keine Reisen von Agadez aus durchführen.

Parc W

Einen Besuch des südlich von Niamey gelegenen Nationalparks 
"Parc W" finden wir lohnenswert. Fast immer trifft man auf Wasserbüffel, Elefanten, Affen sowie verschiedene Gazellenarten. Die ebenfalls im Park lebenden Löwen sieht man leider zumeist nicht, da sie zu scheu sind.

Seinen Namen hat der Parc W dadurch erhalten, dass der Niger, der im Norden an den Park grenzt, Windungen aufweist, die an den Buchstaben W erinnern. 

Mit einem modernen System von Solarpumpen wird Wasser in den Niger-Teils des Nationalparks geleitet. Aus diesem Grund sind hier besonders viele Tiere zu finden.

Es besteht Führerzwang. Die Preise sind jedoch human, und sollte man im Fahrzeug keinen freien Platz mehr für den Guide haben, ist dieser in der Regel auch bereit, auf dem Dach mitzufahren – obwohl es wie gesagt Löwen und Elefanten gibt.





zurück zur Hauptseite "Länderinformationen"


 

Homepage made by
Schloss Ludwig